Ich will scharfe Bilder!!!

Nikon 105mm f/2.8 bei Blende 9 - bei diesem Makroobjektiv ist die Blende schon extrem hoch, damit alles scharf wird!

Nikon 105mm f/2.8 bei Blende 9 – bei diesem Makroobjektiv ist die Blende schon extrem hoch, damit alles scharf wird!

Bei der Schärfe eines Photos sind immer viele Kriterien zu betrachten und so spielt für mich die Ausgabe des Bildes die größte Rolle. Es macht einen großen Unterschied, ob ich ein Bild in einem Photobuch bis zu einer Größe von DIN A4 drucken lasse, eine Leinwand mit einer Diagonale von 1,5m anfertige oder ob ich mir das Photo tatsächlich auf einem Monitor oder Fernseher anschauen will. Wo ist eigentlich das kleine 9×13 oder 10×15 Photo geblieben? Ja, auch hier könnte man sich die Frage nach der Schärfe stellen!

Wir haben heute sehr schnell die Möglichkeit unser Photo auf dem Bildschirm auf 100% aufzublasen und auf die kleinsten Fehler unserer Arbeit zu blicken. Aber ist das wirklich sinnvoll? Haben wir uns durch die Möglichkeiten moderner Technik HD-Fernsehen und Bluerays schon zu viel an die Schärfe überhaupt gewöhnt?

Nikon AF-S 16-35mm f/4 bei Blende 22 - alles sollte scharf werden!

Nikon AF-S 16-35mm f/4 bei Blende 22 – alles sollte scharf werden!

Folgendes Rechenbeispiel: Ein 12 Megapixel Bild besteht aus 4.256 x 2.848 Pixeln und kann somit für die beste Druckqualität z.B. für ein Hochglanzmagazin(300 Pixel pro Zoll oder umgerechnet 118 Pixel pro Zentimeter) in einer Größe von 36cm x 24cm (4256/118=36 und 2848/118=24) ausgegeben werden. Das ist etwas größer als ein DIN A4 Blatt.

Plakate und Poster können ohne Probleme mit einer Dichte von 150dpi gedruckt werden, weil durch die Größe der Bilder der Betrachtungsabstand automatisch zunimmt – die Qualität ist aber immer noch gut. Ein Computerbildschirm hingegen stellt 72dpi dar – die nachfolgende Tabelle zeigt sehr schön die Relationen der angegebenen Größen und Pixeldichten:

dpi

Unser 12MP Bild hat also am Bildschirm knapp eine Größe von 1,70m x 1,20m!

Bei heutigen Spiegelreflexkameras kommen wir aber schon schnell auf Auflösungen von 16, 24 oder gar 36 Megapixeln. Wie viele solcher 1m bis 2m Bilder hängen wir als „Normalo“ denn in unser Haus?

Nun zur Linsenschärfe!

Nikon AF-S 16-35mm f/4 bei Blende 7.1 → hier sollte keine durchgängige Schärfe entstehen

Nikon AF-S 16-35mm f/4 bei Blende 7.1 → hier sollte keine durchgängige
Schärfe entstehen

Nahezu alle auf dem Markt erhältliche Linsen sind scharf! Ja, selbst die billigen Plastiklinsen, auch Kit-Objektive genannt, sind scharf!

Die Optik wurde schon viel früher als die Photographie erfunden und erforscht. Ich glaube, es gibt keine nicht funktionierende Optik, die industriell hergestellt wurde – außer natürlich eine defekte!

Wichtig in dem Zusammenspiel von Objektiven und Kameras sind noch mehr Faktoren, als lediglich die Schärfe der Optik. Die Verwendung der richtigen Blende ist meines Erachtens das wichtigste Kriterium für ein scharfes Bild.

Wo liegt denn aber nun der Unterschied zwischen dem „billigen“ Kit-Objektiv und der Profi-Linse und warum sollte ich mir überhaupt eine Profilinse kaufen, wenn doch die „Amateur-Linse“ das gleiche kann?

Nikon AF-S 28-300mm f/3.5-5.6 mit 300mm bei Blende 16 durch die hohe Brennweite wird trotzdem nicht alles scharf – und das sollte es ja auch nicht

Nikon AF-S 28-300mm f/3.5-5.6 mit 300mm bei Blende 16 durch die hohe Brennweite
wird trotzdem nicht alles scharf – und das sollte es ja auch nicht

Eine kleine Blende (die größtmögliche Öffnung der Blende) wie. z.B. 1.4 oder 2.8 ist hervorragend für Situationen mit wenig Licht geeignet, hat aber den Nachteil, dass die Schärfentiefe gering ist. Blende ich nun weiter ab – Blende 5.6, 8, 16, 22 oder gar 32, dann erhalte ich ein viel längeres Schärfe-Feld, benötige aber sehr sehr viel Licht – oder viel Zeit und ein Stativ!

Diese Zusammenspiel der Blenden ist meist auch abhängig von der eingestellten Brennweite. Habe ich eine kleine Brennweite von 12mm, dann dringt viel Licht in die Linse ein und bei einer großen Brennweite von z.B. 200mm muss das Licht erst durch den „Objektiv-Tunnel“ bis zum Sensor wandern und wird zum Teil »verschluckt«.

Sigma EX DG 70-200mm f/2.8 bei Blende 5.6 → es sollte schnell gehen und ich habe die Blendenregeln einfach vergessen – UND?!

Sigma EX DG 70-200mm f/2.8 bei Blende 5.6 → es sollte schnell gehen und ich habe
die Blendenregeln einfach vergessen – UND?!

Jedes Objektiv hat einen »Hot-Spot«, bei welchem die Brennweite, Blende und Situation ideal harmonieren und die Schärfe knackig ist! Dieses Punkt zu finden sollte das erste sein, was auszuprobieren ist, wenn neues Equipment gekauft wurde.

Es gibt also bei jedem Objektiv Grenzen, sowohl nach oben, als auch nach unten. Bei den „billigen“ Linsen sind die Grenzen einfach enger – die Profi-Linse hingegen ist für ein viel breiteres Feld von Verwendungen geeignet.

Bei Zoom-Objektiven spielen zudem noch Randschärfen eine Rolle! Es gibt mit einigen Ausnahmen (z.B. das Nikon AF-S 14-24mm f/2.8) kaum ein Objektiv, welches im Weitwinkelbereich bei Blende 2.8 über das ganze Bild scharf ist.

Nikon 50mm f/1.8 D bei Blende 16 → für diese Festbrennweite ist die Blende extrem hoch – damit auch alles scharf wird!

Nikon 50mm f/1.8 D bei Blende 16 → für diese Festbrennweite ist die Blende extrem
hoch – damit auch alles scharf wird!

Aber was soll den nun scharf dargestellt werden? Eine Landschaft? Die steht doch, ich kann also jede Blende benutzen, die ich nehmen will, weil ich nur ein Stativ benötige, damit ich das Bild nicht verwackeln lasse!

Vorsicht übrigens in einer solchen Situation mit Bildstabilisatoren! Bei Aufnahmen auf einem Stativ tendiert der Stabilisator dazu weiterhin zu kompensieren, was in einer Unschärfe des Bildes endet.

Also, Bildstabilisator ausstellen und nur in Situationen, die ein »Photo aus der Hand« nicht mehr erlauben (Verschlusszeit nie kleiner als die Brennweite [200mm bedeutet dann nicht unter einer 1/200sec. und ab 50mm und darunter nicht kleiner als 1/125, bei ruhiger Hand 1/60sec.]) einstellen.

Oder will ich Portraits machen? Dann stellt sich wirklich die Frage, ob das Bild durchweg scharf sein soll oder ob ich den Blick des Betrachters mit einer gewissen Unschärfe leiten will. Bei Wahl der richtigen Blende spielen Randschärfen hier gar keine Rolle.

Nikon 16-85mm f/3.5-5.6 bei Blende 9

Nikon 16-85mm f/3.5-5.6 bei Blende 9

Ein professionelleres Objektiv hat in den meisten Fällen, im Gegensatz zur Amateurlinse, einen schnellen Ultraschallmotor, welcher, und nun kommt der letzte große begrenzende Faktor, zusammen mit der Kamera und deren Autofokus-System, in der Lage ist blitzschnell „abzufeuern“. Sowohl Nikon als auch Canon haben erst in den höherpreisigen Kameras Autofokus-Systeme verbaut, die es ermöglichen sich schnell bewegende Objekte auch bei wenig idealen Lichtsituationen und ohne Hilfslicht zu fokussieren.

Wie ich eingangs schon beschrieben habe, liegen nun also eine Reihe von Faktoren vor, die ein scharfes Bild machen und es ist nicht nur die Schärfe der Linse! Wer seine Ausrüstung und deren Begrenzungen kennt, der kann mit jeder Linse ein scharfes Bild bekommen. Ich empfehle jedem die Kamera in 9 von 10 Fällen auf Blendenpriorität zu stellen (Einstellung »A« für »Aperture Control«) und die Blende vorher zu bestimmen. Mit ein wenig Übung kennt man irgendwann seine funktionierenden Zahlen und kann einschätzen welche Blende zum scharfen Bild führt.

Sigma 15mm Fisheye bei Blende 13 → eine Nebellandschaft, die von vorne bis hinten scharf ist – natürlich nur bis zum Nebel

Sigma 15mm Fisheye bei Blende 13 → eine Nebellandschaft, die von vorne bis hinten
scharf ist – natürlich nur bis zum Nebel

Das letzte Quäntchen Schärfe kann zur Not auch in der Nachbearbeitung durchgeführt werden, so es denn überhaupt nötig ist.

Wie man auch an den Beispielbildern sehen kann habe ich meist eine hohe Blende benutzt, um durchgängige Schärfe zu erzeugen. Generell könnte man eine Regel einsetzten, die die maximale Schärfe bei der zweitletzten Blende des Objektivs erreicht. Regeln sind die eine Sache, Können muss gelernt sein – Übung und Testen führen sicherer zum Ziel. Wer also sein Equipment kennt kann Geld sparen! Ein Faktor den wir nicht von uns aus beeinflussen können, ist die Umwelt – also Dunst, Nebel oder Staub. Die Schärfe des Bildes leidet darunter enorm! Zumindest zu viel Wasser in der Luft kann in manchen Situationen in den frühen Morgenstunden vermieden werden.

Das Nikon AF-S 28-300mm 1:3.5-5.6G ED VR – ein Reiseobjektiv

Nikon 28-300mm

Das Nikon 28-30mm AF-S 1:3.5-5.6G ED VR II

Ich möchte den Interessierten ein Objektiv vorstellen, was ich mir schon vor einiger Zeit gekauft und nun ausgiebig gestestet habe: Das Nikon 28-300mm 1:3.5-5.6G mit optischen Bildstabilisator, was Nikon mit dem bekannten “VR” kennzeichnet.

Die Idee dieses Objektiv zu kaufen und zu nutzen war denkbar einfach…

Ein Urlaub mit der Familie, mit kleinen Kindern brachte mich sehr schnell dahin, die große Kameraausrüstung zu Hause zu lassen und eine kleine kompakte Kamera mitzunehmen. Schließlich ärgerte ich mich über das Ergebnis, bei wenig Licht oder wenn die Kleinen mal wieder herumsausten… Diese Aufgabe erledigt nun mal nur die Spiegelreflex mit hervoragendem Autofokus oder Vollformatchip. Und nun? Wie stelle ich das an? Kann ich ein “Immerdrauf-Objektiv” bekommen, was zumindest für den Urlaub taugt?

Nikon 28-300mm an D700

Nikon 28-300mm bei 28mm an der D700

Ich hatte zwei Photographen, die mir halfen:

1. Die Seite von Ken Rockwell – seine Objektivtests haben Hand und Fuß und spiegeln nicht nur die im Labor gemachten Ergebnisse wider – Testberichte für die Praxis! (http://kenrockwell.com/)
2. Ein Reisebericht von Joe McNally über eine Reise durch Indien, die er nur mit seiner Frau unternahm. (http://www.joemcnally.com/blog/whats-in-the-bag/specialty-lenses/)

Diese beiden Profis kamen zum gleichen Urteil: Das Nikon AF-S 28-300mm ersetzt den ganzen Koffer von Linsen, die man sonst so bei sich trägt. Okay, jedes Objektiv hat seine Berechtigung und würde die Weisheit hiermit beendet sein, dann hätte ja der Objektivhersteller Nikon sich selbst ein faules Ei ins Nest gelegt! Also, der Reihe nach:
Wer einen Allrounder sucht, der sollte wissen, das generell ALLES nicht mit nur einer Linse funktionieren kann!

ausgefahrenes Nikon 28-300mm

In dieser Klasse gibt es keine interne Fokussierung und dies birgt sicherlich die Gefahr des “Blasebalgeffekts”

Ein paar “Fakten”:

Eine Festbrennweite ist die sicherste Methode Verzerrungen, Chromatische Aberrationen, Flares usw. zu verhindern. Nehmen wir nur Festbrennweiten mit, haben wir wieder den Koffer voller Linsen. Was muss denn die Linse dann mitbringen, was steht auf der Wunschliste?

Ein schneller Autofokus und eine große Angangsblende im gesamten Brennweitenbereich sind unabdingbar bei wenig Licht – das wollen wir! Dann wäre ein Objektiv mit einem Brennweitenbereich von 8-500mm ganz nett, damit man alle Situationen abdecken kann. Leicht sollte es sein. Achja, Vollformatfähig sollte es auch sein. Und zu guter letzt – das Objektiv muss immer scharf sein!

Was aber kann das 28-300mm denn nun davon leisten?

Nikon 28-300 bei 300mm mit Gegenlichtblende

Nikon 28-300mm mit Gegenlichtblende

Nicht alles, definitiv nicht alles! Wir müssen Abstriche machen und dann schauen, was übrig beleibt! Ich möchte noch kurz erwähnen, das man auch nicht vergessen darf, was man eigentlich machen möchte: URLAUB! Und wenn die Frau, die Freundin oder die Kinder einen eh nicht mögen, dann darf man sicher auch den Photourlaub allein machen und ‘nen dicken Rucksack rumschleppen und viel, viel Zeit investieren!

Die Brennweite:
Es gibt Brennweitenbereiche, die die insgesamten Schwächen, wie z.B. Verzerrungen oder Vignettierungen fördern (z.B. 18-270mm) und dann gibt es Brennweitenbereiche, die man gut kombinieren kann (z.B. 70-200mm). Einen Brennweitenbereich wie wir ihn alle gern hätten, läßt sich aber nicht bauen, wenn wir dieses Objektiv tragen und bezahlen möchten. Was aber ist, wenn ich nun ein Objektiv wie das Tamron 18-270mm oder eben auch das Nikon 28-300mm habe?

Was bedeuten all diese Schwächen für mich?
Auf jeden Fall werden wir Verzerrungen und Vignettierungen im unteren Brennweitenbereich hinnehmen müssen und Unschärfen an den Rändern im oberen Brennweitenbereich.

Ist das schlimm für mein Bild?
Das kommt ganz drauf an, was ich erwarte und was mein Ergebnis sein soll – ein Bild für ein Photobuch oder eine Leinwand für das Wohnzimmer. Wie hoch sind meine persönlichen Ansprüche und nun das Entscheidenste:

Kann ich eventuell die Schwächen in der Post-Produktion beheben – mit Photoshop, Lightroom oder Capture NX2?
Meistens Ja, zumindest für das Ergebnis unserer Urlaubsfotos!
Verzerrungen können meist mit Photoshop rausgerechnet werden. Unschärfen können leicht nachgeschärft werden und Vignettierungen können durch einen Beschnitt des Formats eleminiert werden.

Was ist mit der Lichtstärke?
Die Einführung von optischen Stabilisatoren brachte Besserung, wenn man die Blende 2.8 oder größer nicht hatte – aber nur für Objekte, die auch immer still halten. Ein spielendes Kind kann mit der Vibrations-Reduktion nicht oder sehr schwer eingefangen werden, wenn die Lichtverhältnisse nicht stimmen. Lichtstarke Objektive sind meist groß und schwer und als Varioobjektiv (mit einem Brennweitenbereich von z.B. 28-300mm) auch extrem teuer. Ich gehe den Kompromiss mit der kleinsten Blende von 3.5 bis 5.6 ein, weil ich die fehlenden Blende mit der Lichtempfindlichkeit meiner Kamera kompensieren kann. (ISO 1600 ist noch sehr akzeptabel)

Gewicht und Preis?
800g für ca. 770 EUR

Ein bisschen was zur Nutzung des Objektivs:

Bildstabilisator und Sperrschalter für den Onjektivhub

Bildstabilisator und Sperrschalter für den Onjektivhub

Ein Blick auf das Bild (links) zeigt, dass Nikon die Anordnung von Brennweite und Schärfering im Vergleich zu den meisten Nikkor-Linsen getauscht hat und zudem auch noch dem Schärfeeinstellring weniger Beachtung schenkt, weil dieser deutlich schmaler ist als üblich. Ich empfinde ihn dennoch als nutzbar und habe zu 90 Prozent den Autofokus in Betrieb. Wie sagt Joe McNally immer so schön: “Vertraut mal euren Kameras und nutz die Automatik!” Wer Angst hat durch die fehlende interne Fokussierung und den somit langen Hub dieser Optik mit einem durch die Schwerkraft immer ausgefahrenem Objektiv durch die Welt zu rennen, sei beruhigt: Nikon verbaute einen “Sperrschalter”, der die Brennweite bei 28mm arretiert. Der Bildstabilisator ist bei der verbauten Version 2 mit einem Normal- und einem Action-Modus versehen, der für Photos aus Fahrzeugen bzw. erhöhte Vibrationen taugt. Bei Langzeitbelichtungen sollte man aber dringend den VR ausschalten, damit das Bild nicht droht unscharf zu werden. Die Fokussierung kann manuell oder per Autofokus vorgenommen werden, ein manueller Eingriff in die Scharfstellung ist aber jederzeit möglich.

Das, was es kann:


Von Blumen und “Bienen”

In der vergangenen Woche ergab sich die Möglichkeit ein paar Tage rauszukommen und so entschloss ich mich an einem sonnigen Vormittag mich mit “Bienen” und Blumen zu beschäftigen. Ich glaube, eine wirkliche Biene habe ich an diesem Tag überhaupt nicht gesehen… Nun war ich aber mal so “mutig” auf einen solchen Kurztrip nur das Nikon 24-85mm Objektiv, ein SB600 und das SC28-Blitzkabel und natürlich meine D700 mitzunehmen…

Tja, ob mein Unterfangen in Bezug auf Schärfe und Verwendbarkeit im “nahezu”-Makrobereich mit diesem Objektiv wirklich etwas werden konnte? Ich ärgerte mich wieder einmal maßlos, daß ich nicht mein schönes 105mm Makro Objektiv mitnahm, welches hervorragend für einen solchen Einsatz geeignet wäre… wenigstens hatte ich es nicht mit einem Mobiltelefon versucht…

Die ersten Versuche stießen schon an die Naheinstellgrenze von gefühlten 2 Metern, die sich in Wirklichkeit natürlich mit 38cm bemaß! 38cm sind nicht wirklich viel, ABER in der Welt der kleinen Dinge sind sie verdammt nochmal viel zu viel! Okay, also wird es ein Ausschnitt und wir haben am Ende 6 bis 8 Megapixel zur Verfügung – womit ich durchaus Leben kann. Dann die Frage, welche Blende mir mit dieser Linse die beste Schärfentiefe bieten könnte.

Nach einigen Versuchen und einem stets recht kritischen Blick auf das Kameradisplay brachte die Blende f/16 die besten Ergebnisse hervor. Ich war froh, wenigstens noch das kleine SB600 eingesteckt zu haben und dann auch noch schnell nach dem Blitzkabel gegriffen zu haben, damit mein Licht dort zum Einsatz kommen konnte, wo ich es brauchte – am Objekt!

Über die Haltung und das Handling, sowie die Ästhetik dieser Methode mit Kamera und Licht umzugehen mag man debattieren, aber ohne Schweiß kein Preis und wenn ich schon das “falsche” Objektiv auf Reisen führe, dann gehöre ich doch ein bißchen bestraft…

Wieder einmal wurde ich von meinem “Reiseobjektiv” überrascht, ich hätte etwas viel Schlechteres erwartet!

Nun, Strafe waren diese Bilder meines Erachtens ganz und gar nicht!

Motiv gefunden…

Tja, und dann war sie doch noch mal vor meiner Linse…

Eigentlich war ich auf dem Heimweg und hatte meiner Meinung nach den Tag schon genug photographiert, als ich noch einmal an der Mühle vorbeikam, bei der ich das letzte Mal nur mein Handy dabei hatte. Ein kleiner Versuch die Szene so wiederzugeben, wie ich sie empfand… Zwischen den Wolkenbrüchen klarte es kurz auf und die Sonne bedeckte das  Kornfeld und gab ein herrliches Licht auf die Landschaft. Der Polfilter half mir, die kräftigen Farben herzustellen… (Zugegeben, am PC wurde hier noch ein bisschen geschraubt…) Das nächste Mal dann auch mit einer kleineren Blende (hier f/13), damit alles scharf ist. Auf dem kleinen Kamera-Display war doch noch alles scharf…

Das erste Bild mit einem meiner Lieblingsobjektive – das Nikon 16-35 f/4. Für die Linse also wenigstens eine Blene F/22 oder mehr…

Beim zweiten Bild habe ich mal das Nikon 24-85mm Objektiv benutzt, von dem ich in einem früheren Artikel schrieb.

Motivsuche

Immer daran interessiert, etwas Schönes vor die Linse zu bekommen und dann doch nur das Mobiltelefon zum Knipsen dabei… Das ist extrem ärgerlich! Was hätte hieraus werden können? …mit ordentlicher Kamera, Objektiv, Filter… nun: so ist das Leben…

Kornfeld? Ich komme wieder!

…wenn das Wetter wieder so schön passt!